Das zweite Jahr

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Das erste Jahr Babybuddha jetzt auf:

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Der Sandkasten auf dem Spielplatz ist wie ein großes Becken, das über seine Ufer getreten ist. Der niedrige Rand ist als solcher gar nicht mehr erkennbar. Mütter, Großmütter, ein paar Väter, Großväter hocken und stehen auf der vom Sand überspülten Betoneinfassung, zu ihren Füßen ein Wuseln und Wimmeln von Kleinen und Kleinsten, die ständig die Grenzen des sandigen Gevierts übertreten und überkrabbeln, dahin und dorthin. Alles ist sandig! An diesem schönen, sonnigen Nachmittag, unter dem durchscheinenden Grün des jungen Laubs, in der Wärme eines wolkenlosen Frühlingstages Ende April sind Grenzen so altmodisch wie das Reisen mit Kutschen oder Wasserschöpfen aus Brunnen. Nicht der Wind hat den Sand überall hingeweht (es geht keiner, kaum ein Lüftchen regt sich), sondern das eifrige Schaufeln der kleinen Kinder, die den Sand in allerlei Eimerchen und Förmchen (Früchte, Tiere, Muscheln, Eistüten) füllen und herumtragen und auf den Parkbänken oder in den Hochbeeten entleeren oder auf den Steinfiguren (eine riesige Schildkröte, ein Frosch) oder auf der Rutsche und auf den Schaukeln. Oder der Sand frisst sich in die Profile der Sohlen der älteren Kinder, um gleich wieder herauszuspritzen und sich überallhin zu verteilen, wenn sie schnell wie geschäftige Vögel über den Platz kreuzen, angefeuert von ihren eigenen wilden und lustvollen Schreien. Manches Baby windet sich wie ein Wurm, der eben aus Versehen aus der Erde gekrochen ist, schwer wiegt sein Kopf, der nach unten fallen und seinen Körper mit hinab ziehen will, während ein sandverschmierter Mund unverständliche Laute ausstößt. Doch, sie sind verständlich, keine und keiner blickt ihretwegen irritiert, man ist sich nämlich einig, dass man an solch einem Tag nicht unbedingt nach der Bedeutung des Gesagten oder Fast- oder Nochgarnichtgesagten forschen muss. Friedlich geht es zu, aber es ist kein trügerischer Friede, der irgendetwas verbirgt (mit Sand bedeckt), sondern ein natürlicher Friede, der sich einstellt, wenn alle damit zufrieden sind, dasselbe wie alle anderen zu tun, im selben Boot oder Sandhaufen zu sitzen. So sind alle Unterschiede aufgehoben, weil sie gleichsam gemeinsam sind, Unterschiede sind auf alle gerecht verteilter Besitz, wie das bunte Plastikspielzeug (Schaufeln, Rechen, Eimer, Förmchen, Bälle und Bagger) niemandem und jedem gehört. Die unterschiedlichen Erziehungsmodelle sind nachrangig, wenn die allgemeine Stimmung nach Ausgeglichenheit klingt. Ein Kind wird angehalten, sich bei einem anderen zu entschuldigen, weil es ihm die Schaufel entrissen hat, ein wieder anderes Kind sieht sich der Drohung ausgesetzt, jetzt gleich nach Hause zu müssen, wenn es weiterhin die vorbereiteten Obststücke zu Boden wirft, wieder andere dürfen tun, was sie tun wollen, sogar Omas Schuh mit Sand auffüllen. Die Vorstellungen des Erziehens gehören denen, die mit ihnen erziehen wollen, im Grunde nicht. Jede und jeder schnuppert einmal an diesem oder jenem Erziehungsgedanken, der auftaucht wie ein von der Luft getragenes einzelnes Sandkorn, dessen weitere Reise zu verfolgen für jeden menschlichen Sinn eine Unmöglichkeit ist. Heute geht es zu wie bei Gotthold Ephraim Lessing, nur weniger ernsthaft: Erziehung gibt dem Menschen nichts, was er nicht auch aus sich selbst haben könnte: sie gibt ihm das, was er aus sich selber haben könnte, nur geschwinder und leichter. Fazit: man kann sich die Erziehung schenken, nicht, weil man sie etwa mißachtet oder geringschätzt, sondern weil unter der Sonne jedes Ideal dahinschmilzt. Vielleicht ist sie ja bloß ein Märchen, mehr noch ein Mythos, an dem alle irgendwie teilhaben und teilhaben wollen, das Märchen des Menschengeschlechts, das so gerne sein Geschick durch eigen Taten lenken möchte. In diesem grenzenlose Sandkasten steigt heute, an diesem gütigen Frühlingstag, der vereinfacht und vereinnahmt, ein Wohlgefühl auf, das nicht einmal staunend empfunden wird, so selbstverständlich kommt es daher und an dem nicht teilzuhaben, keinem Mutwillen gelingen könnte. Eins zu sein ist altmodisch und doch hochmodern. Wie die Freude am Wasser, das seit einigen Tagen angeschaltet ist, am südlichen Ende des Spielplatzes, Freude, die eine Art Brunnen (moderne Bauart, kindergerecht, hineinfallen ausgeschlossen) spendet, an dem die Kinder auf drängelnde und vordrängelnde Kinderart Schlange stehen, so dass jeder mal ein paar Tropfen (oder mehr) abbekommt. Unser Baby kniet in Matschhose an einem der kleinen Stahlbecken, durch die das Wasser in Stufen nach unten abläuft. Durch eine ovale Öffnung tropft oder spritzt es heraus, je nachdem, wieviel Wasser die Kinder oben an der Pumpe angestaut haben und je nachdem wann und wieweit sie die Klappe öffnen, um es abfließen zu lassen. Es hat eine rote Schaufel in der Hand (seine eigene gelbe liegt irgendwo) und klopft damit auf den runden Stahlrand oder es versucht Wasser mit der Schaufel aufzufangen und zu trinken (was ihm nicht gelingt). Ist das überhaupt unser Kind? Unsere Schaufel ist es nicht, aber unser Kind müsste es sein: einen Augenblick lang (oder länger) verschwimmen die Besitzverhältnisse. Unser aller Kinder, spüren wir dann, wie wir die Eltern all dieser Kinder sind. Ein ungehobelter Gedanke, zu dem gut das schabende Geräusch passt, das als eine Art Hintergrundmusik erklingt (durchaus rhythmisch), wenn eine Sohle oder Hand über die dünn mit Sand bedeckten Steinplatten schleift oder wischt. Wir nehmen ein ausführliches Bad in unseren fantasierten Regungen, die vielleicht gar nicht so sehr fantasiert sind, dass wir sie (nach alter Gewohnheit) in Frage stellen müssten. Wir baden in der Menge, aber es gibt niemandem, dem wir zujubeln oder mit offenem Mund zuhören, in dieser Menge entsteht die Einigkeit nicht durch gemeinsamen Glauben oder einigendes Gefühl, nicht durch Parteinahme oder überzeugte Zustimmung. Unsere Menge ist eine Offenbarung. Erziehung ist Offenbarung, heißt es bei Lessing (vielleicht ist er einer der anwesenden Großväter – oder Großmütter – und hat nichts dagegen, dass wir das, was er vor einem Vierteljahrtausend geschrieben hat, in einer Weise verwenden, die dem Spielen der Kinder im Sandkasten ähnelt: wir sind frei darin, von dem, was vor uns liegt, mit geliehenen Schaufeln aufzunehmen und es einfach nur umzuwenden oder sonstwohin zu tragen; es ist uns eine Lust, mit dem, was da ist, zu spielen unter den gütigen Blicken des Großvaters – oder der Großmutter -, denen es ihrerseits eine Lust ist, unserem Tun zuzusehen, da wir doch alle aus dem gleichen Sand sind) und, heißt es weiter, Offenbarung ist Erziehung, die dem Menschengeschlechte geschehen ist, und noch geschieht. Das gefällt uns, wir erkennen uns wieder in dem und noch geschieht, sitzen wir doch in Wahrheit (und in der Wirklichkeit) in einem (sandigen) Erziehungsbecken, in dem uns widerfährt, was wir in unseren nicht seltenen ungläubigen Momenten geneigt sind, ebenso reflexhaft wie vehement abzustreiten: wir werden erzogen, sind der Erziehung nie entwachsen und wir haben sie zweifellos nötig. Jetzt, sonnenumschmeichelt und von den winzigen Fächern gerade geschlüpfter Blättchen über unseren Häuptern andeutungsweise und gleichsam impressionistisch beschattet, aber fällt uns die Entgegennahme dieser großelterlichen Lessingschen Offenbarung leicht. In der Hand unseres Babys (wir dürfen nie vergessen: unser eigentlicher Erzieher sitzt dort, alles andere, zu dem wir gedanklich hinschwelgen, verdanken wir über manchen Umweg allein ihm) befindet sich jetzt eine grüne Schaufel (auch nicht seine), die es ruhig, fast erstarrt hochhält wie einen Zeigefinger oder eine kleine Tafel, auf der irgendetwas in unlesbarer Sandkornschrift geschrieben stehen mag. Roland Barthes irrt übrigens, wenn er über Spielsachen schreibt. Die üblichen Spielsachen sind aus einer kargen Materie, Produkte einer Chemie, nicht einer Natur. Viele sind heute aus komplizierten Pasten geformt; Kunststoff sieht ebenso plump wie hygienisch aus, mit ihm erlischt das Angenehme, Sanfte, Menschliche der Berührung … sein Material führt in eine Zönästhesie des Gebrauchs, nicht der Lust. Wenn der Holzromantiker spricht, soll man ihn aber nicht schelten. Es gibt unterschiedliche Großväter, wie es unterschiedliche Kinder gibt. Auch dieser meint es gut. Aber mit der Plastikschaufel und all den anderen Dingen aus Plastik verschwindet das Menschliche aus dem Leben ganz gewiss nicht. In unserem Fall macht das Plastik die Gemeinschaft (der Menschen) sogar leichter, weil es so wertlos ist. Wer eine Schaufel verliert, wird am nächsten Tag eine andere finden. Und am nächsten Tag erneut eine liegen lassen. Erfreut wird unser Baby (oder ein anderes) sie halb vom Sand verborgen entdecken und eine Zeitlang damit schaufeln. Unser Baby (oder ein anderes) weiß nämlich den Wert des Wert des Wertlosen zu schätzen. Unser Baby! Jetzt hält es also schon eine Schaufel in der Hand, nach was wird es in einem Jahr greifen? Erinnerst du dich noch an das neugeborene Baby? An all die neugeborenen Babys ohne irgendetwas in der Hand. Mit leeren Händen sind sie alle auf die Welt gekommen – delikat wie unbelichteter Film, in Tücher eingepackt anstatt in Metallfolie, aber gewickelt mit derselben wunderbar übertriebenen, na, sagen wir, Empfindlichkeit. Dieser torkelige heiße Kopf. Diese marineblauen Augen mit den auf f/2 eingestellten Pupillen. Die an Seidenfäden aufgehängten Handgelenke, die Fußsohlen zart wie Augenlider – glücklicher Dichtergroßvater (fast noch Vater) John Updike, hast recht mit deiner Schwärmerei, Babys aus den Augen eines fiktiven Fotografen betrachtet im seligen Jahr 1969 (liegt, lag dieses Jahr nicht in der Nähe unseres eigenen Geburtsjahres?). Ein Bild, ein schönes Bild wäre das, wir und all die anderen in diesem großen grenzenlosen Sandkasten, wie wir mit den anderen sprechen oder einfach nur da sitzen, die Kinder zu unseren Füßen, auf unseren Knien, warm ist es, von allen Seiten zugleich müsste man das Bild aufnehmen (digital, digital, ist im digitalen Zeitalter nicht alles möglich?)! Und während wir uns wohlig zurücklehnen, im Augenwinkel unser Baby im Blick, hören wir ihn rieseln, den ewigen Sand.

The sandbox in the playground is like a big pool that has spilled over its borders. The low rim is no longer recognizable as such. Mothers, grandmothers, a few fathers, grandfathers, sit and stand on the concrete casing that is awash with sand, at their feet a scurrying and swarming of children’s bodies, from the small to the smallest, who are constantly overstepping and crawling across the bounds of the sandy square, this way and that. Everything is sandy! On this beautiful, sunny afternoon, under the translucent green of the young foliage, in the warmth of a cloudless spring day at the end of April, borders are as out of date as traveling in a coach or drawing water from a well. It is not the wind that has blown the sand everywhere (there is no wind, not even the slightest stirring of a breeze), but the shoveling of little children who are filling all sorts of little pails and sand molds (of fruit, animals, shells, ice cream cones) with sand and carrying them around and emptying them on the park benches or in the raised garden beds or on the stone figures (a huge turtle, a frog) or on the slide or on the swings. Or the sand eats its way into the profiles of the soles of the older children, only in order immediately to spray out again and spread in all directions as they hurry across the playground like busy birds, inspired by their own wild and jubilant cries. Many a baby squirms like a worm that inadvertently crawled out of the earth, its head dangling ponderously, as if about to drop and drag its body down with it, while a sand-smeared mouth emits incomprehensible sounds. But no, they are perfectly comprehensible, no one appears to be perplexed by these sounds, for everyone is in agreement that on such a day one need not search for the meaning of what was said or almost said or not yet said at all. Everything is peaceful, but it is not a treacherous peace in which something is hidden (covered with sand), but a natural peace that comes about when everyone is content with doing the same thing everyone else is doing, sitting in the same boat or on the same heap of sand. Thus all distinctions are abolished, because they are held in common, as it were, differences are property that is equally distributed among all, just as the colorful plastic toys (shovels, rakes, pails, sand molds, balls, and baggers) belong to no one and everyone. The various educational models are of secondary importance when the sound of the general mood is one of balance and equilibrium. A child is told to apologize to another child for taking her shovel away, another child is faced with the threat of having to go home if he keeps throwing the carefully prepared pieces of fruit on the ground, while others may do what they wish, even fill Grandma’s shoe with sand. Ideas of education don’t really belong to those who want to use them for purposes of education. Every father and mother at some point sniffs at this or that educational idea that comes floating their way like a single airborne grain of sand, whose further travels no human mind is capable of following. What’s going on here today is the same thing that’s going on in Gotthold Ephraim Lessing, only less seriously: Education gives to Man nothing which he might not educe out of himself; it gives him that which he might educe out of himself, only quicker and more easily.  Conclusion: one can do without education, not because one disregards or disdains it, but because under the sun, ever ideal melts away. Perhaps it is merely a fairytale, even more so a myth, in which we all somehow participate and want to participate, the fairytale of the human race that would so dearly like to steer its destiny by its own deeds. Today, on this gracious Spring day that simplifies and collects all in its sphere, there arises a bliss that is not even registered with amazement because it comes along so matter-of-factly that even with  deliberate effort it would be impossible not to partake in it. To be at one is old-fashioned and yet highly au courant. Like the delight in water, which has been turned on for the past several days, on the southern end of the playground, a delight provided by a kind of fountain (of modern construction, childproof, no danger of falling in), where the children queue up in the shoving, queue-jumping way of children in a queue, so that everyone receives a few drops (or more) when their turn comes. Our baby is kneeling in soaked trousers next to one of the little steel basins through which the water flows down in gradually descending steps. It comes out through an oval aperture in the form of drops or sprays, depending on how much water the children have caused to back up above, where the pump is, and depending on when and how far they open the lid that allows it to run off. He has a red shovel in his hand (his own yellow one is lying somewhere) and uses it to knock against the round steel edge, or he tries (unsuccessfully) to catch water with his shovel and drink it. Is this our child at all? It’s not our shovel, but it should be our child: for a moment (or longer) property relations become indistinct. All these childrenare ours, we feel then, just as we are the parents of all these children. A rough-hewn thought, well suited to the scraping sound that arises as a kind of background music (quite rhythmically) when the sole of a foot or a hand drags or slides across the sand-covered stone plates. We take an extensive bath in our fantasized feelings, which are perhaps not fantasies to the extent that we (out of old habit) would have to put into question. We are bathing in the crowd, but there is no one to whom we would cheer in adulation or listen to with open mouths, in this crowd unity is not produced by a common belief or a unifying emotion, not by partisanship or agreed-upon convictions. Our crowd is a revelation. Education is revelation, says Lessing (maybe he is one of the grandfathers – or grandmothers – who are present here, and has nothing against our using what he wrote a quarter of a millennium ago in a way that resembles the play of children in a sandbox: we are free to pick up what lies before us with borrowed shovels and simply turn it over or carry it off somewhere or other; it is a joy for us to play with what is here, under the kindly eyes of the grandfather – or grandmother – who, for their own part, enjoy watching us, who are, after all, every one of us, made of the same sand) and, Lessing says further, revelation is education which has come, and is yet coming, to the human race. This we like, we recognize ourselves in the is yet coming, for in truth (and in reality) we are sitting in a (sandy) pool of education, experiencing what, in our not infrequent moments of disbelief, we tend to vehemently and reflexively deny: that we are being educated, that we never outgrew our education, and that, beyond any doubt, we need it. But now, blandished by the sun and allusively, quasi-impressonistically, shaded by the miniscule fans of newly fledged leaves above our heads, receiving Lessing’s grandfather-and-motherly revelation is easy. In our baby’s hand (we must never forget: our true educator is sitting there, everything else our thoughts enjoy reveling in is a gift we have received, by many a detour, from him alone) there is now a green shovel (not his either), which he calmly holds up, with a motionlessness almost like that of stone or wood, like a raised index finger or a small blackboard on which something may be written in illegible sand grain script. Roland Barthes is mistaken, by the way, when he writes about toys. Current toys are made of a graceless material, the product of chemistry, not of nature. Many are moulded from complicated mixtures; the plastic material of which they are made has an appearance at once gross and hygienic, it destroys all the pleasure, the sweetness, the humanity of touch. . .   their very material introduces one to a coenasthesia of use, not pleasure. But when the wood-romantic speaks, let him not be rebuked. There are different grandparents, just as there are different children. This one, too, is well intentioned. But the plastic shovel and all the other things made of plastic will assuredly not drive humanity from human life. In our case plastic even supports and enables (human) community, precisely because it is so worthless. Whoever loses a shovel will find another one the next day. And lose sight of it the day after. Happily our baby (or another baby) will find it half hidden in the sand and use it to shovel with for a while. For our baby (or another one) appreciates the worth of the worthless. Our baby! So now he is already holding a shovel in his hand, what will he reach for a year from now? Do you remember the newborn baby? And all the other newborn babies without anything in their hand. Every one of them came into the world empty-handed – you know how they are, delicate as film, wrapped in bunting instead of lead foil, but coiled with the same miraculous brimming whatever-it-is: susceptibility, let’s say. That wobbly hot head. Those navy-blue eyes with pupils set at f/2. The wrists hinged on silk and the soles of the feet as tender as the eyelids – happy and fortunate grandfather poet (almost a father still) John Updike, your rhapsodizing is just right, this view of babies through the eyes of a fictive photographer in the blessed year 1969 (did, or does, that year not nearly coincide with our own year of birth?). A picture, a beautiful picture it would be, we and all the others in this big boundless sand box, the way we talk with the others or simply sit there, the children at our feet, it is warm, one would have to take the picture from all sides simultaneously (digitally, digitally, isn’t everything possible in the digital age?)! And as we lean back languorously, with our baby in our angle of vision, we hear it trickling, the eternal sand.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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