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Das Leben des Babys (nach der vorgeburtlichen Schwebephase) beginnt im Liegen (daran ändert unser Herumtragen nichts). Das eigene Leben beginnt im Liegen. Wir bemerken keine Eile unseres Babys, diesen Zustand aufzuheben. Die durchaus engagierten Versuche, seine Lage zu verändern, wiederholen sich zwar täglich, wirken dennoch oft zögernd und sind von mäßigem Interesse begleitet. Unser Baby scheint zu denken: das Liegen ist ja nicht das Minderere zum Stehen und Gehen. Das Liegen hat etwas Großzügiges. Im Liegen rücken Himmel und Erde näher zusammen. Im Liegen passt doch eigentlich kaum etwas zwischen die beiden. Wollt ihr euch nicht zu mir legen?

The baby’s life (after the prenatal phase of floating) begins with lying down (our carrying him around makes no difference). One’s whole life begins with lying down. Our baby seems in no hurry to change this state of affairs. His daily attempts to change his position are by no means halfhearted, but they often seem hesitant and do not engage more than moderate interest on his part. Our baby seems to be thinking: Lying down is not lesser than standing and walking. There is something generous in lying down. When you lie on your back, heaven and earth move closer together. In fact, in this position, hardly anything can come between them. Don’t you want to lie down with me?

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