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So wie uns die Geburt des Babys gestärkt hat, so schwächt uns sein Älterwerden. Ohne uns zu drängen, scheint unser Baby zu rufen: Beeilt euch! Verliert keine Zeit! Es ist seine Präsenz (ungeheuer und unermesslich), die uns Mühe macht in ihrer Flüchtigkeit (unfassbar und undenkbar). Leise und übergangslos schlüpft es in den Alltag (dorthin, wo wir uns befinden), während wir noch in der eingebildeten Ewigkeit dösen. Plötzlich erwachen wir: bald ist ein halbes Jahr vergangen! Wir haben doch gerade erst mit dem Üben begonnen! In kindlicher Furchtsamkeit blicken wir auf das Baby. Noch bleibt Zeit.

Just as the baby’s birth strengthened us, his getting older weakens us. Without urging us, our baby seems to be calling out: Hurry! Don’t waste time! It is his presence (huge and incalculable) that gives us trouble in its transience (unfathomable and inconceivable). Silently and without transition it slips into everyday life (where we are), while we are still dozing in an imagined eternity. Suddenly we awake: almost half a year has gone by! We were just starting to practice! We regard the baby with childlike timidity. There is still time. 

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