163

Sprache ist wirklich überflüssig, wir (das Baby, du, ich) verstehen uns auch ohne sie. Es sind nicht Übermut und Hochmut, die uns so denken lassen, sondern die tägliche Erfahrung unseres Sprechens. Nein, sie ist natürlich nicht überflüssig, im Sprechen mit unserem Baby aber ist die Sprache ihrem Wesen viel näher: sie ist Gesang, an dem wir (das Baby, du, ich) uns wärmen. Die Bedeutung unserer Worte ist nur wie eine Tonfarbe, ein Klang, den wir mögen. Will uns jemand diese Zeit des uneitlen, bedeutungslosen Redens schlecht machen? Später dann wird die andere Sprache erscheinen und wir werden uns nicht mehr erinnern können, wie es einst war zwischen uns (dem Baby, dir, mir): als jedes Wort ein Vergnügen war.

Language is truly superfluous. We (the baby, you, I) understand each other without it. It is not cockiness or arrogance that make us think this, it is our daily experience with speaking. No, of course language is not superfluous, but in talking to our baby language is much closer to its true nature: it is a singing in which we (the baby, you, I) warm ourselves. The meaning of our words is no more than tonal color is in music, it is a sound we enjoy. Is there anyone who would begrudge us this time of unassuming, meaningless talk? Eventually the other language will arrive and we will no longer remember how it once was between us (the baby, you, me): when every word was a pleasure.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s