154

Einmal liefert uns das Baby unserer Wut aus. Es schreit, jammert, ist untröstbar, unstillbar. Die Wut möchte eine Antwort erzwingen, den Trost, Ruhe, Frieden. Wir schämen und ärgern uns über unsere Hände, deren Griff zu fest ist und wie von uns losgelöst (wem gehorchen da unsere Hände?). Es ist nicht der gleiche Augenblick, aber ein paralleler: wir wollen nicht mehr nicht wütend sein und das Baby schluchzt sich in die Ruhe. (Mehrfacher Hall in uns: Wenn ihr mich, euer Baby, liebt, müsst ihr einmal auf mich wütend sein – mein Schmerz ist ganz und gar mein Schmerz!)

At one point the baby exposes us to our rage. He screams, wails, is inconsolable, impossible to pacify. Rage wants to enforce an answer, consolation, quiet, peace. We are ashamed and angry at our hands, whose grip is too firm and seemingly detached from ourselves (whom are our hands obeying?). It is not the same moment, but a parallel one: we no longer want not to be enraged and the baby sobs his way into rest. (A repeated resonance in us: If you love me, your baby, there has to be a time when you are mad at me – my pain is utterly and completely my pain!)

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s