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Unter unseren Blicken und Zärtlichkeiten will sich bald die Vertrautheit vor die Fremdheit mogeln (und sie am liebsten ganz verdrängen). Es fällt uns nicht leicht, aber wir bestehen auf der Fremdheit unseres Babys (die nie eine andere sein kann und werden soll als sie heute ist). Die Vertrautheit kommt uns beweglicher vor, eiliger, schwankender, haltlos. Umso weniger dürfen wir sie dem Einfluss der Fremdheit entziehen. Soll sie groß werden, muss sie klein bleiben. (Ein Blick auf unser Baby verrät: wir kennen uns wirklich gut!)

Soon, amidst our glances and physical endearments, familiarity will occlude the strangeness like a conjurer’s trick (and would, if it could, replace it entirely). It is not easy for us, but we insist on our baby’s being a stranger among us (a strangeness that can never be or become other than what it is today). The familiarity seems nimbler, more rapid, unsteady, labile.  Therefore we must not balk at exposing it to the influence of the strangeness. If we want the familiarity to be great, it must remain small. (A glance at our baby reveals: we really know each other well!)

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