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Einmal lädiert (allein mit dem Baby auf dem Arm, ein Schlag auf den Fuß von einem herabfallenden Topf), in der Folge heftiger, anhaltender Schmerz beim Gehen, bleibt keine Zeit und Möglichkeit, sich auszuruhen und zu pflegen. Das Baby kümmert es nicht. Seine Gleichgültigkeit (sie kommt mir wirklich vor, wie kaum etwas, obwohl oder gerade weil ich nicht an sie glauben kann) ist so groß, dass sie den Schmerz gleichsam zu einer Phantasie verklärt. Zu meiner Phantasie. Erst als du nach Hause kommst, mir unser Baby abnimmst und meinen Fuß besiehst, wird mein Schmerz real. Schnell wächst er an – und im Schließen meiner Augen sehe ich euch beide lächeln.

Once injured (alone with the baby in my arms, a blow to the foot from a pot that has fallen from above), intense, persistent pain with every subsequent step, there is no time or possibility to rest and recuperate. The baby doesn’t care. His indifference (it seems more real to me than anything I can think of, even though or precisely because I can’t believe in it) is so great that it virtually transfigures the pain into a fantasy. My fantasy. Only after you come home, relieve me of the baby, and examine my foot does my pain become real. Quickly it grows – and as I close my eyes, I see you both smiling.

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