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Seit das Baby bei uns ist, fühlen wir uns das erste Mal berechtigt zu philosophieren (mangelnde Berechtigung hat uns allerdings früher nie daran gehindert, es dennoch zu tun). Philosophieren? Wir könnten es auch nachdenken nennen. Oder empfinden. Oder schreiben. Oder kreisen, vagabundieren, spähen, stolpern, hinfallen, auffliegen. Bei all diesem Tun fühlen wir uns jedenfalls im guten Recht. Das gute Recht kann nur alt sein, uralt, älter womöglich als uralt. Wir fragen uns, wer von uns dreien (du, ich, das Baby), am ältesten ist.

For the first time, ever since the baby joined us, we feel justified in philosophizing (which is not say that a lack of justification ever stopped us in the past). Philosophizing? We  could also call it reflecting. Or feeling. Or writing. Or turning in circles,  drifting about, stumbling, falling, taking flight.  We feel perfectly entitled to all these activities. Such perfect entitlement can only be old, ancient, possibly older than ancient. We ask ourselves who, of the three of us, is the oldest.

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