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Wir können keine Hilflosigkeit an unserem Baby beobachten (oft genug hören wir von der Hilflosigkeit der Babys reden, wie von einer Selbstverständlichkeit, einer allgemeinen Wahrheit, doch diese Rede kommt uns nur vor wie der Ausdruck einer Hilflosigkeit). Ist das Baby einmal hilflos, ist dies immer auch und zugleich unsere Hilflosigkeit. Sind doch wir drei (das Baby, du, ich) ein Gefüge. Denn alles, was einem in einem Gefüge geschieht, geschieht allen. Und alles, was allen in einem Gefüge geschieht, ist nicht länger das, was einem allein geschieht. (Dies ist nun unser hilfloser Versuch uns zu erklären, dass die Hilflosigkeit niemals zu beobachten, sondern immer ein Dazugedachtes ist: In Wirklichkeit ist die Hilflosigkeit selbst das Dazugedachte.)

We cannot discern any helplessness in our baby (often enough we hear talk of the helplessness of babies, as if this were a universal, self-evident truth, but such talk only strikes us as an expression of helplessness). If the baby is ever helpless, it is always also and at the same time our helplessness. After all, the three of us (the baby, you, I) are joined together as one. For whatever happens to any one joined with others as one, happens to all. And whatever happens to all who are joined together as one is no longer what happens to one alone. (This now is our helpless attempt to explain to ourselves that helplessness can never be observed but is always imputed. In reality helplessness itself is what is imputed.)

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