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Irgendetwas zieht uns in die Kirchen (wir sehen viel mehr Kirchen als früher, als wir ohne Baby reisten). Das Baby füllt die Kirche, ganz anders als wir, die wir uns dort verschwindend vorkommen (und ganz anders als die Touristen, die Kirchenliebhaber, selbst als die Gläubigen und Priester). Einmal legen wir vor dem Hochaltar unser Baby ab, geblendet von goldenen Strahlen, zwischen denen Engelsköpfchen schwirren, geblendet von der Madonna im goldenen Gewand, auf deren Schoß unser Baby sitzt, die rechte Hand zum Segen erhoben (wir vergessen zu denken, unser Baby kann noch gar nicht sitzen). Dann hören wir die Stimme des Babys, von dort oben auf uns herab fallend: kommt, lasst uns weiter ziehen.

Something is drawing us into the churches (we see many more churches than we used to when we traveled without a baby). The baby fills the church very differently from us who feel dwarfed there (and utterly unlike the tourists, the church lovers, even the believers and the priests). At one point we deposit the baby in front of the high altar, dazzled by the golden rays with little angels’ heads whirring among them, dazzled by the Madonna in her golden garment, on her lap our baby with his right hand raised in a gesture of blessing (we forget that our baby can’t sit up yet). Then we hear the baby’s voice coming down to us from above: Come, let us move on.

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