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Der Babybauch. Ein Bäuchlein, das keine Zurückhaltung kennt. Das ganze Leben findet im Bauch statt, sagen wir uns und versuchen unseren Bauch freizugeben (du deinen, ich meinen). Es fällt uns schwer; in unserer Bauchgewohnheit (ihn einzuziehen, ihn zu hindern in die Weite zu atmen) stehen wir in einer ehernen Tradition. Aber jetzt, mit diesem Lehrer, mit diesem Baby, brechen wir mit dieser Tradition. Es ist ein Vergnügen! Wir tun es dem Baby gleich und greifen mit dem Bauch nach den Sternen. Alles, was fortan in uns eingeht (übers Auge, Ohr, durch den Mund) wird sogleich in den Bauch geschickt. Essen, denken, hören, sehen, fühlen – dort im Bauch versammelt sich alles, um dem Babybauch zu huldigen, dem Bauch der Bäuche. Dann sehen wir weiter.

The baby’s belly. A belly that knows no holding back. All of life takes place in the belly, we tell ourselves, and try to release our belly (you yours, I mine). It is difficult for us; in our belly habits (pulling it in, not letting it expand with the breath) we stand in an iron tradition. But now, with this teacher, with this baby, we are breaking with this tradition. It is a delight! We do as the baby does and reach for the stars with out belly. From now on, everything that enters us (through the eye, ear, or mouth) is immediately sent to the belly. Eating, drinking, hearing, seeing, feeling – there, in the belly, everything gathers to pay homage to the baby’s belly, the belly of bellies. We’ll see what comes next.

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