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Ihr beide (das Baby, du) in sonntäglichem Mittagsschlaf. Ein Paar: eines wie das andere. Gemäß der Natur füreinander bestimmt. Ein Paar: zwei gleiche. Getrennt durch zwei Türen, fällt es mir leicht, nicht mehr getrennt zu denken. Getrennt durch zwei Türen, kann ich euch nicht mehr recht auseinander halten (was mir leicht fällt, muss ich tun: euch beide in einem Schlaf vermuten). So frage ich mich: wer ist wer? – und weil ich unersättlich bin: ist wer wer? Ohne euch zu sehen, unentscheidbar. Und das will ich behaupten: Mutter und Kind – ein gleicheres Paar wirst du nicht finden (kann man nichts sehen – getrennt durch zwei Türen – sieht man die Dinge gleich viel klarer).

The two of you (the baby, you) taking a noontime nap. A pair: two of a kind. Meant for each other, by nature. A pair: the two are selfsame. Separated by two doors, I am finding it easy to no longer think separately. Separated by two doors, I can no longer keep you apart (and this, which is easy for me, I am compelled to do: imagining the two of you in one sleep). So I ask myself: who is who? – and because I am insatiable: is who someone? Without seeing you, undecidable. And this I would claim: mother and child – you will not find a more equal pair (when one can’t see anything – separated by two doors – everything is seen much more clearly).

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