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Das andere Baby (einer Freundin, eines Freundes) freudig in den Armen zu halten und dabei zu vergessen, dass es nicht unser Baby ist (deines, meines), macht uns stutzig: so weit reicht unserer Elternliebe? Und noch viel weiter? Es ist diese mysteriöse Allianz der Babys, die nicht nur jäh unseren Horizont erweitert, sondern ihn gleich ganz in Frage stellt: selbst unser innigstes Fühlen erweist sich als nicht eindeutig (und schon setzt der Chor der Babystimmen ein, laut und unnachahmlich).

Happily holding the other baby (our friends’ child) in our arms and forgetting that this is not our (your, my) baby, takes us aback: Does our parental love reach this far? And even much further? It is this mysterious alliance of babies that not only abruptly widens our horizon but puts it in question altogether: Even our innermost feelings turn out to be indefinite (and already the chorus of baby voices chimes in, loud and inimitable).

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