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Das Baby sieht uns an – es beginnt uns zu erkennen: eine Fehldeutung, die im Blick selbst ihren Grund haben muss. Ganz fest wünschen wir, da möge jemand sein, der genau uns beiden (dir, mir) dieses Licht der Übereinstimmung schenkt. Aber jetzt, nach einiger erfolgreicher Erfahrung mit unsere Methode der Umkehrung, bekennen wir mutig: wir beginnen das Baby zu erkennen. Da bemerken wir, das Baby sieht uns gar nicht an (den jungen, runden, schaukelnden Blättern der Pappel, unter der wir rasten, gilt sein Augenmerk – und ein bißchen atmen wir auf).

Our baby looks at us – he is beginning to recognize us: a misinterpretation that arises from looking itself. We firmly want someone to be there who grants precisely the two of us (you, me) this light of accord. But now, after some successful experience with our method of inversion, we bravely affirm that we are beginning to recognize the baby. And then we notice: The baby isn’t looking at us at all (he is gazing at the young, round, swaying leaves of the poplar under which we are resting – and we breathe a small sigh of relief).

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