71

Unverwandt fragen wir das Baby (fast ist es so, als würden wir es zur Rede stellen): wie macht das Wasser das bloß, sich mit sich selbst zu verbinden und verbunden zu bleiben? Und das erst: wenn die Verbindung abreißt, hat es sie, viel viel weniger als einen Augenblick später, schon wieder hergestellt. Und das Wasser hier und das dort drüben ist genauso voneinander geschieden wie es sich gleicht. Wie macht es das? Und das mit seiner Bewegung und Ruhe: wie die eine in der anderen steckt, aus ihr hervorgeht und wieder in sie zurückfällt. Und überhaupt: es hat nichts gegen seine Ufer und überspült sie ein ums andere Mal ohne Wehmut, ohne Zorn, ohne Vorsatz. Wie macht es das? Das Baby liegt nah am Wasser, aber es schaut es nicht an (fast ist es so, als wäre ihm das Wasser gleichgültig).

With steady persistence we ask the baby (almost as if we were taking him to task): How in the world does water manage to bond with itself and remain bonded? And then this: When the bond is severed, it takes much much less than a moment to reestablish. And the water here and the water there is just as separate as it is the same. How does it do that? And the way movement and stillness behave in it: how each includes the other, emerges from the other, how both collapse into each other. And on top of that: It has nothing against its shores and overruns them again and again without wistfulness, without anger, without intent. How does it do that? The baby lies near the water, but doesn’t look at it (it’s almost as if it doesn’t care about water at all).

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s