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Während wir Fotos von unserem Baby machen (mit ihnen werden wir unserem Kind später einmal etwas beweisen), wird uns bewusst, dass das Baby unser Selbstauslöser ist. Wir könnten auch sagen: unser Selbstlöser. Und genauso gut: unser Selbstauflöser. Betrachten wir das Baby, sehen wir uns (in seinem nicht mehr wie anfänglich ganz und gar flüssigen Blick), doch nicht wie in einem Spiegel, nicht wie auf einem Foto, bildlos. Es ist ganz einfach: wir sehen uns selbst, aber nicht so wie wir uns selbst sehen.

While taking pictures of our baby (we will use them to prove something to our child later on), we realize it’s the baby who trips our shutter: he is our self-timer. We could also say he is our self-release; or our self-dissolution. When we look at the baby, we see ourselves (in his gaze, which is no longer totally liquid, as it was in the beginning), but not as if in a mirror, not as if in a photograph, imageless. It is quite simple: We see ourselves, but not as we see ourselves. 

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