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Das erste Jahr. Ein ganzes Jahr: es kommt uns (dir, mir) lückenlos vor, vollständig, restlos erfüllt. Wir finden dieses ganze Jahr wieder in unserem Baby, in seiner Streckung, Dehnung, Entfaltung (wir finden kein Wort dafür), seinem Wachstum in alle Richtungen. Morgen wollen wir feiern und ein bisschen heute schon damit beginnen! (Mit einem kleinen Zug aus Ton, den unser Baby zu seiner Geburt von einer guten Freundin geschenkt bekommen hat. Das mit dem ersten Geburtstag ist so eine Sache: müssten wir nicht an die rote Lokomotive schon den ersten Wagon anhängen? Ist der erste Geburtstag nicht in Wahrheit der zweite? Ist das erste Jahr in Wahrheit nicht …? In der roten Lokomotive steckt eine kleine Kerze. Die zünden wir an. Den blauen Wagon stellen wir in ihre Nähe, auch in ihm steckt eine Kerze. Unser Baby sitzt in seinem Thron am Tisch und schaut. Und zeigt auf die Kerze. So wollen wir das halten: wir geben unserem Baby einen Kuss und schauen ihm zu, wie es auf die Kerze schaut und auf sie zeigt. Und dann auf den blauen Wagon. Und auf die Kerze und die rote Lokomotive.)

 

 

 

 

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